RaceRoom ist einer der ältesten Titel im Sim-Racing-Bereich, bleibt jedoch im Vergleich zu neueren Konkurrenten oft etwas im Hintergrund. Der 2013 veröffentlichte Free-to-Play-Simulator hat sich still und leise eine treue Fangemeinde aufgebaut. In den jüngsten Updates wurden neue GT3-Fahrzeuge, überarbeitete Rennstrecken, größere Multiplayer-Starterfelder und ein neues HUD eingeführt.
RaceRoom ist kostenlos auf Steam für Windows-PCs erhältlich und bietet damit eine der einfachsten Möglichkeiten, Sim-Racing zu erleben. Der kostenlose Inhalt umfasst eine Auswahl an Fahrzeugen und Strecken, während zusätzliche Fahrzeuge, Rennstrecken und Meisterschaftspakete einzeln oder als Sammlungen erworben werden können.
Das Angebot umfasst offiziell lizenzierte Rennserien wie die DTM und die ADAC GT Masters sowie eine große Auswahl an GT-, Tourenwagen-, Prototypen- und Oldtimer-Rennwagen.
Neben berühmten Rennstrecken wie der Nürburgring-Nordschleife, Spa-Francorchamps und Monza zeichnet sich RaceRoom dadurch aus, dass es Rennstrecken beibehält, die in modernen Simulatoren nur selten zu finden sind. Unbarmherzige und weniger bekannte regionale Rennstrecken wie der Macau Guia Circuit, der Bilster Berg, der Mantorp Park, Knutstorp und der Slovakia Ring verleihen dem Simulator einen unverwechselbaren Charakter und bieten Herausforderungen, die anderswo nur schwer zu finden sind.
RaceRoom hat sich seit seinen Anfängen grundlegend verändert.
Ursprünglich führte SimBin das Konzept ein, zwischen drei unterschiedlichen Physikmodi wählen zu können – „Novice“, „Amateur“ und „Get Real“ –, um sowohl Gelegenheitsspieler, die Tastatur und Gamepads verwenden, als auch passionierte Sim-Racer anzusprechen. Heute gibt es diese Voreinstellungen zwar noch, doch sie stehen nicht mehr für unterschiedliche Physikmodelle. Jeder Fahrer erlebt dieselbe zugrunde liegende Simulation, wobei die Modi „Novice“ und „Amateur“ standardmäßig lediglich zusätzliche Fahrhilfen aktivieren.
Hinter den Kulissen wurden am Simulator umfassende technische Änderungen vorgenommen. Im Jahr 2021 hat Sector3 das Force-Feedback-System komplett neu entwickelt und dabei den jahrelang verwendeten Altcode durch ein vollständig physikbasiertes Modell ersetzt. Künstliche Effekte wie die konfigurierbare Lenkreibung und Motorvibrationen wurden entfernt, sodass das Lenkrad nun direkt mit der Fahrzeugsimulation kommuniziert, anstatt auf vorgefertigte Effekte zurückzugreifen. Dies markierte einen bedeutenden Wandel in der Philosophie, bei dem der Fokus nun stärker auf die begeisterte Zielgruppe gelegt wurde.
RaceRoom gehört schon seit Langem zu den am besten unterstützten Simulatoren für Fanatec-Hardware.
Im Laufe der Jahre wurden stets neue Fanatec-Funktionen integriert, darunter die frühzeitige Unterstützung der „Auto“-Funktion im Tuning-Menü sowie die umfassende Unterstützung von Vibrationsmotoren in kompatiblen Lenkrädern und Pedalen bereits seit den Anfängen.
Ganz gleich, ob Sie Ihre ersten Schritte im Sim-Racing machen oder Ihre Sammlung um einen weiteren Simulator erweitern möchten – RaceRoom ist auf jeden Fall einen Blick wert. Dank seines Free-to-Play-Modells, seines authentischen Fokus auf den Motorsport und der kontinuierlichen technischen Weiterentwicklung ist es nach wie vor ein einzigartiger Bestandteil der Sim-Racing-Szene.
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