Wenn sich an diesem Wochenende Tausende von Fans beim Goodwood Festival of Speed versammeln, erleben sie etwas, das es im Motorsport sonst fast nirgendwo gibt.
Formel-1-Weltmeister, Le-Mans-Sieger, Rallye-Legenden, Tourenwagen, Motorräder, Prototypen, Hypercars und brandneue Serienfahrzeuge treffen bei dieser Veranstaltung aufeinander. Einige verkörpern die neuesten Errungenschaften der Automobiltechnik, während andere Maschinen sind, die vor Jahrzehnten den Lauf der Rennsportgeschichte verändert haben.
Das diesjährige Thema „The Rivals: Epic Racing Duels“ würdigt viele der prägenden Duelle des Motorsports und erinnert uns daran, dass jedes legendäre Auto auch die Geschichte der Menschen und Teams in sich trägt, die damit Rennen gefahren sind.
Diese Kombination aus Geschichte, Technik und Geschichtenerzählen sorgt dafür, dass sich Goodwood weniger wie eine Rennveranstaltung und eher wie ein lebendiges Museum anfühlt.
Viele der Autos, die an diesem Wochenende den berühmten Hügel hinauffahren, nehmen nicht mehr an professionellen Rennen teil. Manche sind einfach zu wertvoll, andere stammen aus Epochen, die längst der Vergangenheit angehören.
Die Simulation ist zu einer weiteren Möglichkeit geworden, sie zu bewahren.
Moderne Rennsimulationen ermöglichen es den Spielern, viele der in Goodwood vorgestellten Fahrzeuge zu erleben – von klassischen Formel-1-Boliden und Gruppe-C-Prototypen bis hin zu legendären Rallye-Fahrzeugen, GT-Rennwagen und modernen Hypercars. Über diese Autos zu lesen ist eine Sache. Sie zu fahren – und sei es nur virtuell – vermittelt ein Gespür für ihren Charakter, das Fotos und Videos niemals ganz einfangen können.
Das ist einer der Gründe, warum Sim-Racing so viele Fans begeistert. Dabei geht es ebenso sehr darum, die Geschichte des Motorsports zu verstehen, wie darum, schnelle Rundenzeiten zu erzielen.
Bildquelle: Gran-Turismo.com
Eine der weltweit bekanntesten Asphaltstrecken lässt sich im modernen Sim-Racing immer schwerer erleben.
Das Bergrennen des Goodwood Festival of Speed wurde offiziell in „Gran Turismo 6“ integriert und entwickelte sich zu einem der markantesten Schauplätze des Spiels. Leider war es in „Gran Turismo 7“ nicht mehr vertreten.
Heute ist die beste Alternative ein hervorragendes Community-Projekt für „Assetto Corsa“. Es ist ein beliebtes Beispiel dafür, wie die Sim-Racing-Community einen realen Ort bewahrt, den kommerzielle Titel weitgehend außer Acht gelassen haben.
Hoffentlich wird das Bergrennen eines Tages wieder einen festen Platz in modernen Rennspielen einnehmen.
Einer der Gründe, warum sich Goodwood zu einer der weltweit bedeutendsten Automobilveranstaltungen entwickelt hat, ist, dass es die Menschen dazu anregt, Autos nicht nur zu bewundern, sondern auch hautnah zu erleben. Die Motoren laufen, die Reifen quietschen, und die Besucher können den Fahrzeugen näher kommen als bei fast jeder anderen Großveranstaltung.
Diese Philosophie geht zunehmend über das Bergrennen selbst hinaus. Besucher können an diesem Wochenende auf dem gesamten Festivalgelände ein immer größeres Angebot an Sim-Racing-Erlebnissen vorfinden, darunter auch Fanatec-Ausrüstung – ein Zeichen dafür, dass Simulationen mittlerweile ein fester Bestandteil der modernen Autokultur sind.
Ganz gleich, ob Sie das Glück haben, dieses Wochenende auf dem Gelände unterwegs zu sein, oder das Festival aus der Ferne erleben – Goodwood steht für etwas, das immer seltener wird. Hier vereinen sich nahezu alle Facetten des Motorsports an einem Ort.
Die Veranstaltung dauert jedes Jahr nur wenige Tage. Glücklicherweise lassen sich viele der Autos und Geschichten, die sie ausmachen, noch lange nachdem die Besucher nach Hause gegangen sind, erleben.
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